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Frauen verarbeiten Schmerzen anders
Frauen empfinden Schmerzen anders als Männer. Bei ihnen sind nach einem Schmerzreiz andere Hirnareale aktiv. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede könnten einen Einfluss auf die Schmerztherapie haben.
Forscher der University of California (UCLA) konnten zeigen, dass abhängig vom Geschlecht unterschiedliche Gehirnareale auf einen Schmerzreiz reagieren. Sie verglichen in ihrer Studie 26 Frauen mit 24 Männern. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) konnten die Forscher die Aktivität der Hirnregionen bildhaft darstellen, während gezielt ein Schmerzreiz gesetzt wurde.
Bei den Frauen zeigte sich eine größere Aktivität im limbischen System, dem Areal zur Verarbeitung von Emotionen. Bei Männern hingegen waren kognitive und analytische Areale aktiver. "Der Grund für die verschiedenen Antworten des Gehirns mag weit zurückreichen bis in primitive Tage der Menschheit, als die Rollen von Mann und Frau noch klarer getrennt waren?, sagt Dr. Naliboff, Professor für Psychiatrie und Biobehavioral Sciences der University of California. Laut Naliboff sind die kognitiven Bereiche der Männer mehr angesprochen, da seine frühere Rolle in der Verteidigung seines Eigentums bestand. Auf Stress- oder Schmerzreize musste er genau zwischen Flucht oder Angriff abwägen. Die Frauen hingegen mussten ihren Nachwuchs pflegen und beschützen und reagierten daher emotionaler auf Schmerzreize.
Die Forscher fanden außerdem heraus, dass schon die Erwartung eines Schmerzreizes die selben Hirnareale aktivieren kann wie der Schmerzreiz an sich.
(BSMO)
Quelle: Nach Informationen der University of California
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