> Nachrichten
Unter andauernden Schmerzen zu leiden, ist an sich schon schlimm genug - Hilfe erhoffen sich viele durch einen Besuch beim Arzt. Noch schwieriger kann die Situation allerdings werden, wenn der Arzt trotz eingehender Untersuchungen keine medizinischen Gründe für die Schmerzen entdecken kann. Alles nur Einbildung? Der Patient ist verunsichert. Auch Ärzte und Wissenschaftler stehen, was die Ursachen solcher Schmerzen betrifft, noch immer vor einem Rätsel.
Auf der Suche nach des Rätsels Lösung ist amerikanischen und englischen Schmerzforschern jetzt ein Forschritt gelungen: Sie konnten experimentell direkt nachweisen, dass Nervenaktivitäten in bestimmten Regionen des Gehirns ausreichen, um authentische Schmerzempfindungen bei Menschen auszulösen.
Bei den Versuchen der Wissenschaftler von der Universität Pittsburgh und vom University College London wurden freiwillige Teilnehmer in Hypnose versetzt. Dabei wurde ihnen Schmerz suggeriert. Gleichzeitig untersuchten die Forscher die Hirnaktivität der Probanden mittels Magnet-Resonanztomographie (fMRT). Bei Auswertung der fMRT-Bilder stellten sie fest, dass beim Hypnose-Schmerz andere Hirnregionen aktiv waren als bei solchen Schmerzen, die sich Menschen einbilden.
Anschließend verglichen die Schmerzforscher die fMRT-Bilder, die während der Hypnose entstanden waren mit solchen, die auf tatsächlichen Schmerzreizen beruhten. Dazu versetzte man den Probanden 49° Celsius warme Hitzeimpulse. Egal ob nach Hypnose oder tatsächlichen Schmerzreiz - die Hirnaktivitäten waren in beiden Fällen auffallend ähnlich.
Die Experimente belegen, dass Hypnose Schmerzempfindungen auslösen kann, die von der hypnotisierten Person als absolut real empfunden werden. "Einige Arten von Schmerz können wirklich im Kopf beginnen", kommentiert Dr. David Oakley, einer der beteiligten Wissenschaftler, seine Ergebnisse und betont: "Patienten, die unter dieser Art von Schmerzen leiden, bilden sich diese tatsächlich nicht einfach ein."
Quelle: Derbyshire, SWG et al.: Cerebral activation during hypnotically induced pain. NeuroImage (2004); 23(1): 392-401.
>> www.schmerz-arzt.de
© 2008 bsmo GmbH
Die Inhalte auf LIFELINE.de dienen rein informativen Zwecken und können die persönliche Beratung, Diagnostik und Betreuung durch einen approbierten Arzt in keinem Fall ersetzen. Sie beinhalten keinerlei Empfehlungen bezüglich bestimmter Diagnose- oder Therapieverfahren, spezieller Medikamente oder anderer Produkte. Sie können und dürfen in keinem Fall die Grundlage für Selbstdiagnosen und -medikation bilden. Bitte beachten Sie auch die ausführlichen Nutzungsbedingungen mit Haftungsausschluss.




Das hilft!
Tauschen Sie sich mit anderen im Forum Schmerz aus. Was hilft bei Schmerzen? Haben anderen vielleicht gleiche Symptome? Geben Sie Tipps oder fragen Sie andere um Rat.

