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Training: besser eines als keines
Sowohl medizinische Spezialprogramme als auch ein Normaltraining im Sportstudio lassen chronische, leichte Rückenschmerzen verschwinden. Woher die Kräftigung kommt, scheint vollkommen gleich zu sein.
Schmerzforscher der Universität Bremen hatten Hafenarbeitern mit chronischen Rückenschmerzen drei Rückentherapien angeboten. 102 Männer mit nahmen an der jüngst veröffentlichten Studie teil. Ihre Schmerzstärke hatten sie auf einer 10-Punkte-Schätzskala vor dem Teststart auf Werte zwischen 2,3 und 3,0 geschätzt.
Eine von drei Testgruppen absolvierte eine medizinische Trainingstherapie an Spezialgeräten, erweitert durch ein Kräftigungsprogramm. Eine weitere Gruppe durchlief im Sportstudio ein normales Fitnesstraining, während die Teilnehmer der dritten Gruppe die übliche Wirbelsäulengymnastik der Krankenkasse wahrnahmen. Eine vierte Gruppe diente der Kontrolle und nahm an keinerlei Bewegungstraining teil.
Im ersten Quartal trainierten alle Teilnehmer der drei Testgruppen zweimal pro Woche, im zweiten nur noch halb so oft. Nach sechs Monaten hatten bei allen Patienten Rückenschmerzen und Funktionseinschränkungen abgenommen. Die Patienten in den drei Testgruppen hatten seltener ihren Arzt aufgesucht. Gleichzeitig ging ihre Arbeitsunfähigkeit zurück. In der Kontrollgruppe nahmen die Schmerzen jedoch sogar noch zu.
Ferner scheint es, dass die Wirbelsäule in der Lage ist, sich unter einer aktivierenden Behandlung aktiv aufzurichten, worauf Ultraschallaufnahmen der Patienten in den drei Testgruppen hindeuten. Die Wölbung der Brustwirbelsäule, so die Autoren, sei bei allen Patienten, die an einem Bewegungstraining teilgenommen hatten zurückgegangen.
Quelle: Dalichau S et al: Die ultraschalltopometrische Quantifizierung der Wirbelsäulenform und der Halteleistungsfähigkeit für die Evaluation verschiedener Muskelkräftigungsprogramme in der Therapie von Rückenschmerzen. Z Orthop 143,2005,79-85.





