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Nachholbedarf beim Beckenschmerz
Britische Autoren schildern in einer knappen Übersicht die hausgemachten Probleme, die die Forschung zum "Beckenschmerz bei Schwangeren" unnötig erschwert. Ferner stellen sie effektive Therapien vor, darunter Stabilisation und Akupunktur.
Derzeit leidet die Forschung zu den bei Schwangeren weit verbreiteten Beckensymptomen am weitgehenden Fehlen statistisch verwertbarer Standards, sodass Definition, Identifikation und Klassifikation häufig schwerfallen.
So taucht in britischen Fachbeiträgen regelmäßig die "Dysfunktion der Symphysis pubica" auf, die andere Forscher als sekundäre Symptome von Gelenkaffektionen bezeichnen. Auch die Abgrenzung zwischen Becken- und Rückenschmerzen bei Schwangeren ist nicht eindeutig.
Es kann daher nicht verwundern, dass die Reviewautoren allein bei 28 analysierten Beiträgen auf Prävalenzen zwischen vier und 90% gestoßen sind. Zudem, so die Autoren, könnte die große Präsenz des Themas in den Medien dazu geführt haben, die für Schwangere übliche Beckeninstabilität und deren Symptome zu "medizinisieren", statt sie als naturgegeben zu verstehen.
Die Autoren gehen auf zahlreiche Techniken ein, mit denen diese unangenehmen Begleitsymptome gelindert werden können und sollten. Voraussetzung sei es jedoch, die Ursachen zu kennen, um Fehltherapien, z.B. bei Schlafstörungen, zu vermeiden.
Wichtig für die tägliche Praxis sind demzufolge die frühzeitige Aufklärung, eine ausreichende Anleitung und die Möglichkeit, auf mechanische Hilfsmittel, wie Tragegurte, physiotherapeutische Stabilisationsprogramme und effektive Analgesie zurückgreifen zu können. Desweiteren gehen die Autoren explizit auf die positiven Ergebnisse einer Akupunkturstudie ein.
Publisher: DAAAM
Quelle: Stones RW, Vits K: Pelvic girdle pain in pregnancy. BMJ 2005;331:249-50.





