subakromiale Impingementsyndrom
Auf der Spur der eingeklemmten Schulter
Das subakromiale Impingementsyndrom, die eingeklemmte Schulter, ist von starken Schmerzen gekennzeichnet, die die Beweglichkeit drastisch und nachhaltig einschränken. Ein Sportmediziner aus den USA hat die aktuelle Literatur ausgewertet.
Dem chronischen Prozess geht meistens eine chronische Überlastung durch stetig wiederholte einförmige Bewegungen voraus. Es entsteht eine Einklemmung der Sehne des Obergrätenmuskels zwischen dem über ihr liegenden Dach des Schulterblattes und dem unter ihr liegenden großen Höcker des Oberarmknochens.
Es kann nicht verwundern, dass besonders Sporttreibende der zahlreichen Ballsportarten (Golf, Tennis, Handball, Basketball u.a.) und Schwimmer betroffen sind. Doch auch Arbeiter, die an einförmig laufenden Maschinen Dienst tun, zählen zu den Patienten.
Bevor eine Operation ins Auge gefasst wird, sollten unbedingt alle verfügbaren Therapien ausgeschöpft sein, meint E. L. Sauers, Sportmediziner in Mesa, Arizona, USA.
Der Sportexperte hat die vorhandene Literatur zum Thema nach bestimmten Auswahlkriterien gesichtet, wobei sich für seine Analyse lediglich zwölf von weit über 635 gefundenen Arbeiten verwenden ließen. Sauers hat seine Ergebnisse in einer vor kurzem veröffentlichten Übersicht zusammengefasst.
Sauers kommt zu dem Schluss, dass Übungen, Gelenkmobilisation und die Lasertherapie effektive physikalische Therapieansätze darstellen. Diese hatten in den ausgewerteten Arbeiten Schmerzen, Funktionsausfall und folglich die Behinderungen im Alltag der Betroffenen klar gesenkt.
Der Mediziner betont, dass das Analysematerial allein keine ausreichend verallgemeinerbaren Aussagen gestatte. Weitere Forschungen, so Sauers, würden dringend benötigt, um den akuten Datenmangel zu beseitigen.
Publisher: DAGST





